Solarstrom 2026: Wie viel eine PV-Anlage bringt, kostet und wann sie sich lohnt

aktualisiert
May 19, 2026
Solar
Photovoltaik
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Das wichtigste in Kürze

  • Solarstrom vom eigenen Dach senkt vor allem dann die Stromkosten, wenn möglichst viel davon direkt im Haushalt genutzt wird.
  • Ein Solarmodul erzeugt in Deutschland konservativ gerechnet etwa 370 kWh Solarstrom pro Jahr.
  • Die Auswertung basiert auf 452 echten Solar-Angeboten der dsb Deutsche Sanierungsberatung.
  • Kleine Anlagen lagen im Datensatz bei durchschnittlich 11 Modulen und rund 4.070 kWh Solarstrom pro Jahr.
  • Sehr große Anlagen kamen im Schnitt auf 54 Module und rund 19.800 kWh Solarstrom pro Jahr.
  • Die durchschnittlichen Angebotspreise reichen je nach Anlagengröße von ca. 12.017 € bis ca. 32.490 €.
  • Größere PV-Anlagen kosten insgesamt mehr, sind pro Modul aber oft günstiger.
  • Besonders interessant wird Solarstrom bei hohem Eigenverbrauch, etwa durch Wärmepumpe, Wallbox, Speicher oder Tagesverbrauch im Haushalt.
  • Themen auf dieser Seite

    Solarstrom klingt erst einmal einfach: Module aufs Dach, Strom erzeugen, weniger Strom aus dem Netz kaufen.

    In der Praxis stellen sich für Hausbesitzer aber schnell deutlich konkretere Fragen:

    • Wie viele Solarmodule brauche ich eigentlich?
    • Wie viel Strom kann mein Dach realistisch erzeugen?
    • Was kostet eine PV-Anlage in meiner Größenordnung?
    • Und wann lohnt sich Solarstrom wirklich?

    Genau darum geht es in diesem Artikel.

    Wir zeigen nicht nur allgemeine Richtwerte, sondern arbeiten mit echten Angebotsdaten. Die folgenden Auswertungen basieren auf 452 Solar-Angeboten der Deutschen Sanierungsberatung.

    Daraus lässt sich erkennen:

    • wie groß PV-Anlagen je nach Jahresertrag typischerweise ausfallen
    • welche Durchschnittspreise in den Angeboten sichtbar werden
    • warum größere Anlagen pro Modul oft wirtschaftlicher werden
    • und weshalb selbst verbrauchter Solarstrom wirtschaftlich deutlich wertvoller ist als eingespeister Strom

    Wichtig bleibt trotzdem: Die Werte sind eine Orientierung. Ob sich Solarstrom im Einzelfall lohnt, hängt unter anderem von Dachfläche, Ausrichtung, Verschattung, Stromverbrauch, Wechselrichter, Speicher, Zählerschrank und möglicher Förderung ab.

    Wie viel Solarstrom produziert ein Modul im Jahr?

    Bevor wir über Preise, Anlagengröße und Wirtschaftlichkeit sprechen, braucht es eine einfache Grundlage: Wie viel Strom erzeugt ein einzelnes Solarmodul überhaupt?

    Als konservative Faustregel kann man rechnen: Ein modernes Solarmodul erzeugt in Deutschland etwa 350 bis 450 kWh Solarstrom pro Jahr.

    Für die folgenden Berechnungen nutzen wir bewusst einen vorsichtigen Mittelwert: Ein Modul = ca. 370 kWh Solarstrom pro Jahr

    Das ist keine theoretische Maximalleistung, sondern eine praxisnahe Annahme für eine grobe Orientierung. Der tatsächliche Ertrag kann höher oder niedriger ausfallen, je nachdem:

    • wo das Haus steht
    • wie das Dach ausgerichtet ist
    • wie stark das Dach verschattet wird
    • welche Dachneigung vorhanden ist
    • welche Module und welcher Wechselrichter verbaut werden
    • ob die Anlage regelmäßig gut arbeitet und nicht verschmutzt ist

    Die einfache Rechnung lautet also:

    Anzahl der Module × 370 kWh = ungefährer Jahresertrag der PV-Anlage

    Ein Beispiel: 20 Solarmodule erzeugen rechnerisch etwa 7.400 kWh Solarstrom pro Jahr.

    Das bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Haushalt mit 7.400 kWh Stromverbrauch genau 20 Module braucht. Denn PV-Ertrag und Stromverbrauch fallen nicht immer zur gleichen Zeit an.

    Entscheidend ist deshalb nicht nur: Wie viel Solarstrom produziert die Anlage?

    Sondern auch: Wie viel davon kann im Haushalt selbst genutzt werden?

    Genau dieser Unterschied wird später wichtig, wenn es um Eigenverbrauch, Einspeisung und Wirtschaftlichkeit geht.

    So groß ist eine PV-Anlage typischerweise

    Wie groß eine PV-Anlage sein sollte, hängt nicht nur von der Dachfläche ab. Entscheidend ist vor allem, wie viel Strom im Haushalt gebraucht wird – und ob zusätzliche Verbraucher wie Wärmepumpe, Wallbox oder Batteriespeicher eingeplant sind.

    Als einfache Orientierung gilt: Ein Solarmodul erzeugt in Deutschland konservativ gerechnet etwa 370 kWh Solarstrom pro Jahr. Aus der Modulanzahl lässt sich deshalb grob ableiten, welchen Jahresertrag eine Anlage erreichen kann.

    Unsere Auswertung von 452 echten Solar-Angeboten zeigt: Mit steigendem Strombedarf wächst vor allem die durchschnittliche Modulanzahl. Die Wohnfläche spielt zwar eine Rolle, ist aber allein kein verlässlicher Maßstab. Ein kleineres Haus mit Wärmepumpe und E-Auto kann mehr Solarstrom sinnvoll nutzen als ein größeres Haus mit klassischem Haushaltsstromverbrauch.

    Orientierung für Hausbesitzer

    So groß ist eine PV-Anlage typischerweise

    Die Tabelle zeigt, wie viele Module eine PV-Anlage im Durchschnitt hat und welcher rechnerische Jahresertrag daraus entsteht. Grundlage ist eine konservative Annahme von rund 370 kWh Solarstrom pro Modul und Jahr.

    Ø Module Rechnerischer PV-Jahresertrag Beispielhafte Situation
    11 Module ca. 4.070 kWh/Jahr 1–2 Personen, normaler Haushaltsstrom, keine Wallbox, keine Wärmepumpe
    17 Module ca. 6.360 kWh/Jahr 2–3 Personen, höherer Stromverbrauch, viel Homeoffice oder zusätzliche Verbraucher
    23 Module ca. 8.620 kWh/Jahr 3–4 Personen, größerer Haushalt oder Vorbereitung auf E-Auto oder Wärmepumpe
    30 Module ca. 11.100 kWh/Jahr hoher Strombedarf, größere Dachfläche, Wallbox oder Wärmepumpe teilweise relevant
    39 Module ca. 14.320 kWh/Jahr sehr hoher Eigenverbrauch, Wärmepumpe oder E-Auto wahrscheinlich relevant
    54 Module ca. 19.800 kWh/Jahr 5+ Personen, Wallbox und Wärmepumpe, sehr hoher Strombedarf oder große nutzbare Dachfläche

    Rechenannahme

    1 Modul ≈ 370 kWh/Jahr

    Die Werte sind als Orientierung gedacht. In der Praxis beeinflussen Dachfläche, Ausrichtung, Verschattung, Verbrauchsprofil und zusätzliche Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallbox die passende Anlagengröße.

    Die Tabelle zeigt typische Größenordnungen, keine exakte Verbrauchsdiagnose. In der Praxis sollte die Anlage nicht nur danach geplant werden, wie viel Strom sie maximal erzeugen kann, sondern auch danach, wie viel davon sinnvoll im Haus genutzt wird.

    Das ist besonders wichtig bei zusätzlichen Verbrauchern. Eine Wärmepumpe oder Wallbox kann den Strombedarf deutlich erhöhen und eine größere PV-Anlage sinnvoll machen. Ohne solche Verbraucher kann eine sehr große Anlage zwar viel Solarstrom erzeugen, wirtschaftlich zählt dann aber stärker, wie viel davon selbst verbraucht statt nur eingespeist wird.

    Was kostet Solarstrom vom eigenen Dach?

    Wie groß eine PV-Anlage ist, sieht man an der Modulanzahl. Wie wirtschaftlich sie wird, entscheidet sich aber erst bei den Kosten und beim Eigenverbrauch.

    Unsere Angebotsdaten zeigen: Mit steigendem PV-Jahresertrag steigen auch die durchschnittlichen Anlagenpreise. Das ist logisch – mehr Module, mehr Leistung, mehr Technik. Interessant ist aber, dass der Preis nicht einfach linear nach oben läuft.

    Aus den 452 ausgewerteten Solar-Angeboten ergibt sich diese Orientierung:

    Kosten & Wirtschaftlichkeit

    Was kostet Solarstrom vom eigenen Dach?

    Die Auswertung zeigt: Mit steigendem PV-Jahresertrag steigen auch die durchschnittlichen Anlagenpreise. Entscheidend ist aber nicht nur der Kaufpreis, sondern wie viel Solarstrom später selbst genutzt wird.

    PV-Jahresertrag Anzahl Angebote Ø Module Ø Preis
    < 5.000 kWh/Jahr 85 11,0 12.017 €
    5.000 bis 7.500 kWh/Jahr 154 17,2 15.600 €
    7.500 bis 10.000 kWh/Jahr 132 23,3 19.727 €
    10.000 bis 12.500 kWh/Jahr 37 30,0 22.559 €
    12.500 bis 15.000 kWh/Jahr 20 38,7 27.840 €
    > 15.000 kWh/Jahr 24 53,5 32.490 €

    Hinweis: Die Preiswerte basieren auf 452 echten Solar-Angeboten der dsb Deutsche Sanierungsberatung. Die Werte zeigen Durchschnittspreise nach rechnerischem PV-Jahresertrag und ersetzen keine individuelle Angebotserstellung.

    Die Tabelle zeigt: Eine größere PV-Anlage kostet mehr, kann aber auch deutlich mehr Strom erzeugen. Für die Wirtschaftlichkeit reicht der Blick auf den Kaufpreis deshalb nicht aus.

    Entscheidend ist die Frage:

    Was passiert mit dem erzeugten Solarstrom?

    Wenn Sie den Strom selbst verbrauchen, ersetzt er teuren Netzstrom. Wenn Sie ihn einspeisen, erhalten Sie nur die Einspeisevergütung. Genau deshalb ist selbst verbrauchter Solarstrom wirtschaftlich meist deutlich wertvoller als eingespeister Solarstrom.

    Eigenverbrauch vs. Einspeisung

    Selbst verbrauchter Solarstrom ist deutlich wertvoller

    Der gleiche Solarstrom kann finanziell sehr unterschiedlich wirken – je nachdem, ob er im eigenen Haus genutzt oder ins Netz eingespeist wird.

    1.000 kWh selbst verbraucht

    300–400 €

    Vorteil, wenn der Solarstrom teuren Netzstrom ersetzt.

    1.000 kWh eingespeist

    70–90 €

    Vergütung, wenn der Solarstrom ins öffentliche Netz fließt.

    Kernaussage

    Solarstrom lohnt sich besonders, wenn möglichst viel davon im eigenen Haus genutzt wird.

    Hinweis: Die Werte sind vereinfachte Orientierungswerte. Der tatsächliche Vorteil hängt vom Strompreis, der Einspeisevergütung und dem individuellen Eigenverbrauch ab.

    Die Kernaussage ist ziemlich klar:

    Solarstrom lohnt sich vor allem dann, wenn möglichst viel davon im eigenen Haus genutzt wird.

    Das kann durch den normalen Haushaltsstrom passieren, aber auch durch größere Verbraucher wie Wärmepumpe, Wallbox oder einen sinnvoll dimensionierten Batteriespeicher. Genau hier entscheidet sich, ob eine PV-Anlage nur Strom produziert – oder ob sie wirklich zur Entlastung der laufenden Energiekosten beiträgt.

    Warum größere PV-Anlagen oft wirtschaftlicher sind

    Auf den ersten Blick ist es logisch: Eine größere PV-Anlage kostet mehr als eine kleinere. Mehr Module, mehr Material, mehr Montagefläche und oft auch mehr Anforderungen an Wechselrichter, Speicher oder Elektrik.

    Spannend wird es aber beim Blick auf den Preis pro Modul.

    Unsere Auswertung zeigt: Je größer die Anlage wird, desto günstiger wird sie im Durchschnitt pro installiertem Modul. Das liegt vor allem daran, dass bestimmte Kosten nicht mit jedem zusätzlichen Modul im gleichen Maß steigen.

    Dazu gehören zum Beispiel:

    • Planung und Angebotserstellung
    • Gerüst und Baustelleneinrichtung
    • Anmeldung und Netzanschluss
    • Elektroarbeiten
    • Wechselrichter und Systemtechnik
    • Montageaufwand vor Ort

    Diese Kosten fallen bei vielen Anlagen ohnehin an. Wenn mehr Module installiert werden, verteilen sie sich auf eine größere Anlage.

    Das sieht man auch in den Angebotsdaten:

    Skaleneffekte bei PV-Anlagen

    Warum größere PV-Anlagen oft wirtschaftlicher sind

    Die Auswertung zeigt: Größere PV-Anlagen kosten insgesamt mehr, werden pro installiertem Modul im Durchschnitt aber günstiger. Fixkosten wie Planung, Gerüst, Elektrik und Anmeldung verteilen sich auf mehr Module.

    PV-Jahresertrag Ø Module Ø Preis Preis pro Modul
    < 5.000 kWh/Jahr 11,0 12.017 € ca. 1.092 €
    5.000 bis 7.500 kWh/Jahr 17,2 15.600 € ca. 907 €
    7.500 bis 10.000 kWh/Jahr 23,3 19.727 € ca. 847 €
    10.000 bis 12.500 kWh/Jahr 30,0 22.559 € ca. 752 €
    12.500 bis 15.000 kWh/Jahr 38,7 27.840 € ca. 719 €
    > 15.000 kWh/Jahr 53,5 32.490 € ca. 607 €

    Kernaussage

    Größere Anlagen sind absolut teurer, pro Modul aber oft günstiger.

    Wirtschaftlich besonders interessant wird das, wenn der zusätzliche Solarstrom auch sinnvoll selbst genutzt werden kann – etwa mit Wärmepumpe, Wallbox oder Batteriespeicher.

    Hinweis: Die Werte basieren auf 452 echten Solar-Angeboten der dsb Deutsche Sanierungsberatung. Der Preis pro Modul ist ein rechnerischer Durchschnittswert und dient der Orientierung.

    Die Kernaussage:

    Größere PV-Anlagen sind absolut teurer, aber pro Modul oft günstiger.

    Das heißt aber nicht automatisch, dass jede Anlage möglichst groß geplant werden sollte. Wirtschaftlich sinnvoll ist eine größere Anlage vor allem dann, wenn der zusätzliche Solarstrom auch gut genutzt werden kann.

    Besonders interessant wird eine größere Anlage daher bei Haushalten mit:

    • Wärmepumpe
    • E-Auto oder geplanter Wallbox
    • hohem Tagesverbrauch
    • Batteriespeicher
    • künftig steigendem Strombedarf

    Ohne solche Verbraucher kann eine große Anlage zwar viel Solarstrom erzeugen, ein größerer Teil landet dann aber möglicherweise in der Einspeisung. Und eingespeister Strom ist finanziell meist deutlich weniger wert als selbst verbrauchter Solarstrom.

    Die bessere Frage lautet deshalb nicht nur:

    Wie groß passt die Anlage aufs Dach?

    Sondern auch: Wie viel Solarstrom kann das Haus wirklich sinnvoll nutzen?

    Solarstrom-Rechner: Welche PV-Anlage passt zu Ihrem Haus?

    Die Tabellen zeigen Durchschnittswerte. Der nächste Schritt ist die eigene Situation.

    Mit dem Rechner können Sie grob einschätzen, welche PV-Größe zu Ihrem Haushalt passt. Dafür reichen ein paar wenige Angaben.

    Am Ende erhalten Sie eine Orientierung zu:

    • geschätztem Jahresstrombedarf
    • passender PV-Ertragsklasse
    • typischer Modulanzahl
    • durchschnittlichem Preis aus unseren Angebotsdaten

    Wichtig: Der Rechner ersetzt keine individuelle Planung. Er hilft aber, die Größenordnung besser einzuordnen.

    Solarstrom-Rechner

    Welche PV-Anlage passt zu Ihrem Haus?

    Wählen Sie ein paar Eckdaten aus. Der Rechner schätzt daraus eine passende PV-Ertragsklasse und zeigt typische Werte aus den 452 Solar-Angeboten der dsb.

    Hinweis: Der Rechner liefert eine grobe Orientierung. Die Ergebnisse basieren auf vereinfachten Verbrauchsannahmen und Durchschnittswerten aus 452 echten Solar-Angeboten der dsb Deutsche Sanierungsberatung.

    Technik, Förderung und Planung: Was vor Solarstrom-Erzeugung wichtig ist

    Eine PV-Anlage besteht nicht nur aus Modulen auf dem Dach. Damit Solarstrom im Alltag wirklich sinnvoll genutzt werden kann, müssen ein paar technische und organisatorische Punkte zusammenpassen.

    Die wichtigsten Themen sind:

    • Wechselrichter
    • Batteriespeicher
    • Zählerschrank
    • Förderung
    • Solarpflicht

    Wechselrichter: Der Übersetzer der Anlage

    Der Wechselrichter wandelt den erzeugten Gleichstrom der Solarmodule in nutzbaren Wechselstrom für den Haushalt um. Er beeinflusst außerdem, wie gut PV-Anlage, Speicher und Hausverbrauch zusammenspielen.

    Gerade bei größeren Anlagen lohnt sich ein genauer Blick auf die Auslegung. Mehr dazu finden Sie im Artikel zum Solar-Wechselrichter.

    Batteriespeicher: Mehr Solarstrom selbst nutzen

    Ein Batteriespeicher erhöht nicht den Ertrag der PV-Anlage. Er kann aber helfen, mehr Solarstrom im eigenen Haus zu verbrauchen.

    Das ist besonders relevant, wenn tagsüber wenig Strom genutzt wird, abends aber viel Verbrauch anfällt. Mehr dazu erklären wir im Artikel zu Photovoltaikanlage und Batteriespeicher.

    Zählerschrank: Klein, aber oft entscheidend

    Bei älteren Häusern sollte auch der Zählerschrank geprüft werden. Nicht jede bestehende Elektroinstallation ist direkt für eine moderne PV-Anlage geeignet.

    Das heißt nicht automatisch, dass Solarstrom nicht möglich ist. Es kann aber Auswirkungen auf Kosten, Zeitplan und Umsetzung haben.

    Förderung und Solarpflicht: Kurz vorab prüfen

    Förderung kann die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage verbessern. Gleichzeitig gibt es je nach Bundesland und Gebäudesituation unterschiedliche Vorgaben zur Solarpflicht.

    Beides sollte vor der finalen Entscheidung geprüft werden:

    • Gibt es aktuell passende Förderprogramme?
    • Gilt bei Neubau, Dachsanierung oder in Ihrem Bundesland eine Solarpflicht?
    • Müssen technische Voraussetzungen vorab erfüllt werden?

    Kurz gesagt: Eine gute PV-Anlage passt nicht nur aufs Dach. Sie passt auch zur Elektrik, zum Verbrauch, zur Förderung und zu den rechtlichen Rahmenbedingungen.

    Fazit: Wann sich Solarstrom besonders lohnt

    Solarstrom lohnt sich vor allem dann, wenn die Anlage nicht nur viel Strom produziert, sondern dieser Strom auch sinnvoll im Haus genutzt wird.

    Besonders gute Voraussetzungen haben Haushalte mit:

    • ausreichend nutzbarer Dachfläche
    • wenig Verschattung
    • hohem oder steigendem Stromverbrauch
    • Wärmepumpe oder geplanter Wärmepumpe
    • E-Auto oder Wallbox
    • tagsüber relevantem Stromverbrauch
    • sinnvoll dimensioniertem Batteriespeicher

    Die Daten aus 452 echten Solar-Angeboten zeigen dabei zwei wichtige Punkte. Erstens: Mit steigendem Jahresertrag steigen die durchschnittlichen Anlagenpreise. Zweitens: Größere PV-Anlagen werden pro Modul oft günstiger, weil sich Fixkosten besser verteilen.

    Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Wie groß kann die Anlage werden?

    Sondern auch: Wie viel Solarstrom kann Ihr Haushalt wirklich selbst nutzen?

    Genau hier wird eine individuelle Planung wichtig. Dachfläche, Wechselrichter, Speicher, Zählerschrank, Förderung und Verbrauchsprofil müssen zusammenpassen. Eine Anlage, die auf dem Papier groß aussieht, ist nicht automatisch die wirtschaftlich beste Lösung.

    Die Deutsche Sanierungsberatung hilft dabei, diese Punkte sauber einzuordnen. Auf Wunsch prüfen wir, welche PV-Größe zu Ihrem Haus passt, welche technischen Voraussetzungen wichtig sind und welche Angebote in Ihrer Region sinnvoll vergleichbar sind.

    Sie möchten wissen, welche PV-Anlage zu Ihrem Haus passt?

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    Häufige Fragen & Antworten

    Ist Eigenverbrauch wichtiger als Einspeisung?

    Ja, für die Wirtschaftlichkeit ist Eigenverbrauch meist der deutlich stärkere Hebel. Selbst verbrauchter Solarstrom ersetzt Netzstrom, der oft deutlich teurer ist als die Einspeisevergütung. Deshalb lohnt sich eine PV-Anlage besonders, wenn möglichst viel Solarstrom direkt im Haushalt genutzt wird – zum Beispiel durch Wärmepumpe, Wallbox, Batteriespeicher oder hohen Tagesverbrauch.

    Was kostet eine PV-Anlage laut den ausgewerteten Angeboten?

    Die durchschnittlichen Preise lagen je nach Anlagengröße zwischen rund 12.017 € und 32.490 €. Anlagen unter 5.000 kWh Jahresertrag kosteten im Durchschnitt etwa 12.017 €, Anlagen mit mehr als 15.000 kWh Jahresertrag lagen im Durchschnitt bei etwa 32.490 €. Die Werte basieren auf 452 echten Solar-Angeboten der dsb und dienen als Orientierung.

    Warum werden größere PV-Anlagen pro Modul günstiger?

    Größere PV-Anlagen profitieren von Skaleneffekten. Kosten für Planung, Gerüst, Anmeldung, Elektrik und Montage fallen nicht bei jedem zusätzlichen Modul im gleichen Verhältnis neu an. Deshalb sinkt in den ausgewerteten Angeboten der rechnerische Preis pro Modul von ca. 1.092 € bei kleinen Anlagen auf ca. 607 € bei sehr großen Anlagen.

    Wie viele Solarmodule brauche ich für 10.000 kWh Solarstrom?

    Bei einer konservativen Annahme von 370 kWh pro Modul wären für 10.000 kWh Solarstrom rechnerisch etwa 27 Module nötig. In den ausgewerteten dsb-Angeboten lag die passende Größenordnung bei rund 23 bis 30 Modulen, je nachdem, ob die Anlage eher im Bereich 7.500 bis 10.000 kWh oder 10.000 bis 12.500 kWh Jahresertrag lag.

    Wie viel Solarstrom produziert ein Solarmodul pro Jahr?

    Ein modernes Solarmodul erzeugt in Deutschland grob 350 bis 450 kWh Solarstrom pro Jahr. Für die Berechnungen in diesem Artikel nutzen wir bewusst eine konservative Annahme von 370 kWh pro Modul und Jahr. Damit lässt sich schnell überschlagen, welchen Jahresertrag eine PV-Anlage ungefähr erreichen kann.

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