Infrarotheizung: Funktionsweise, Vorteile & Einsatzgebiet im Überblick

aktualisiert
February 9, 2026
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Das wichtigste in Kürze

Die Infrarotheizung wird irgendwo zwischen Ideallösung und Wundertüte eingeordnet. Die Idee ist klar: Geringe Anschaffungskosten, ein sofortiges Wärmegefühl und keinerlei Wartung. Klingt ziemlich gut, in der Praxis gibt es allerdings einige Haken – insbesondere aus einer energetischen Perspektive. Wir klären daher in diesem Artikel ganzheitlich, was für die Infrarotheizung spricht, was dagegen und für wen es sich wirklich lohnt.

Themen auf dieser Seite

Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Im Gegensatz zu konventionellen Heizsystemen erwärmt eine Infrarotheizung nicht primär die Raumluft, sondern gibt Wärmestrahlung ab, die direkt auf Wände, Böden, Möbel und Menschen trifft. Diese festen Oberflächen nehmen die Wärme auf, speichern sie und geben sie gleichmäßig an den Raum zurück- vergleichbar mit der Wirkungsweise der Sonne.

Dadurch entsteht eine gleichmäßige und angenehme Wärme, ohne Luftzirkulation, Zugluft oder Staubaufwirbelung.

Aufbau

  • Elektrisches Heizelement
  • Keine beweglichen Teile
  • Kein Wasser- oder Gasanschluss

Funktionsweise

  • Strom aktiviert das Heizelement
  • Oberfläche wird warm
  • Abgabe von Infrarotstrahlung an den Raum

Vorteile

  • Wartungsarm
  • Langlebig
  • Kein Rohrsystem nötig

Einsatzbereiche

  • Modernisierungen
  • Einzelräume
  • Ergänzende Heizlösung

Effiziente Nutzung von Infrarotheizungen

Die Effizienz einer Infrarotheizung hängt weniger vom Gerät selbst ab als von der richtigen Einbindung und Nutzung. Sie liefert Wärme schnell und direkt, benötigt keine Wartung, lässt sich einfach installieren und ist durch ihr platzsparendes Design flexibel als Wand-, Decken- oder Bildheizung einsetzbar. Zudem ist die Anschaffung recht günstig und die Installation kann selbst vorgenommen werden, dass macht Sie zur interessanten Alternative für einige Nutzungskonzept.

Entscheidend ist eine bedarfsgerechte Nutzung statt Dauerbetrieb. Besonders sinnvoll ist der Einsatz, wenn:

  • nur kleine oder einzelne Bereiche beheizt werden
  • das Gebäude gut gedämmt ist
  • die Wohnung kurzfristig oder saisonal genutzt wird (z. B. Ferienwohnungen, Gästezimmer, Zweitwohnsitze)

Unter diesen Voraussetzungen kann eine Infrarotheizung eine effiziente Lösung im Rahmen einer Sanierung sein.

Dämmung als Schlüssel zur Effizienz

Infrarotheizungen entfalten ihre volle Effizienz vor allem dann, wenn das Gebäude gut gedämmt ist. Denn Wärmestrahlung wirkt am besten dort, wo sie im Raum bleibt und nicht über Wände, Decken oder Fenster verloren geht.

Eine gute Dämmung sorgt dafür, dass:

  • weniger Wärme verloren geht
  • die Strahlungswärme länger gespeichert wird
  • weniger Heizzyklen notwendig sind

Das wirkt sich direkt auf den Stromverbrauch aus, denn ohne ausreichende Dämmung steigt der Energiebedarf deutlich, während eine gute Dämmung die Infrarotheizung wirtschaftlich und planbar macht.  

Stromverbrauch richtig einordnen

Der Stromverbrauch einer Infrarotheizung wird oft als hoch eingeschätzt. Zwar spielen Nutzung und Gebäudezustand eine wichtige Rolle, doch im direkten Vergleich mit alternativen strombetriebenen Heizsystemen zeigt sich ein Effizienznachteil. So erzeugt eine Infrarotheizung aus 1 kWh Strom lediglich etwa 1 kWh Wärme, während eine Luft-Wasser-Wärmepumpe aus derselben Strommenge rund 3 bis 4 kWh Wärme gewinnen kann. Dies macht Infrarotheizungen insbesondere bei hohen Stromkosten zu einem potenziellen Kostentreiber.

Maßgeblich beeinflusst wird der Verbrauch durch:

  • Gebäudestandard
    Gute Dämmung, moderne Fenster und eine luftdichte Gebäudehülle reduzieren den Wärmebedarf deutlich.
  • Nutzungsverhalten
    Heizzeiten, eingestellte Raumtemperaturen und die Frage, welche Räume wann beheizt werden, spielen eine zentrale Rolle.
  • Steuerung und Regelung
    Thermostate, Zeitprogramme oder smarte Steuerungen entscheiden darüber, ob Strom effizient genutzt oder unnötig verbraucht wird.

Ohne intelligente Steuerung kann der Stromverbrauch einer Infrarotheizung hoch ausfallen, mit der richtigen Regelung lässt er sich jedoch deutlich senken, da die Wärme schnell und gezielt bereitgestellt wird.

HEMS & Photovoltaik: Lösungen für den Stromverbrauch

Wer den Stromverbrauch einer Infrarotheizung wirklich optimieren will, sollte über die reine Heizung hinausdenken. Infrarotheizungen eignen sich insbesondere für Räume oder Wohnungen, die nur kurzfristig oder saisonal genutzt werden, zum Beispiel Ferienwohnungen, Gästezimmer oder Zweitwohnsitze, sowie für selten genutzte Bereiche wie einen Hobbykeller. In diesen Fällen schafft Photovoltaikanlage und einem Home Energy Management System (HEMS) schafft genau hier die entscheidenden Vorteile.

Home Energy Management System (HEMS) an der Kellerwand installiert, verbunden mit Stromzähler und Sicherungskasten zur intelligenten Steuerung des Energieverbrauchs im Gebäude.
Home Energy Management System (HEMS) zur intelligenten Energieüberwachung im Gebäude

Ein HEMS steuert den Energieeinsatz im Haus intelligent und sorgt dafür, dass Strom dann genutzt wird, wenn er verfügbar und günstig ist. Besonders der eigene PV-Strom spielt dabei eine zentrale Rolle. Statt ihn ins Netz einzuspeisen, kann er gezielt für das Heizen verwendet werden.

Konkret bedeutet das:

  • PV-Strom wird zum richtigen Zeitpunkt genutzt
  • Verbraucher werden aufeinander abgestimmt, statt gleichzeitig zu laufen
  • Die Infrarotheizung heizt zeitoptimiert bei Stromüberschuss

So wird Wärme bevorzugt dann erzeugt, wenn die Sonne liefert, und nicht erst abends mit teurem Netzstrom.

Die klare Konsequenz:
👉 Die Kombination aus Infrarotheizung, HEMS und Photovoltaik reduziert den Netzstrombezug deutlich und senkt die Heizkosten spürbar.

Ganzheitliches Energiekonzept statt Einzelmaßnahme

Eine Infrarotheizung ist keine Insellösung. Ihre Stärken entfaltet sie erst dann, wenn sie Teil eines durchdachten Gesamtkonzepts ist. Effizienz entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Bausteine.

Ein sinnvoller Ansatz beginnt mit einem individuellen Dämmplan, der den tatsächlichen Energiebedarf des Gebäudes reduziert. Darauf aufbauend sorgt ein Home Energy Management System für eine intelligente Steuerung des Stromverbrauchs. Die Infrarotheizung liefert anschließend gezielt Wärme dort, wo sie gebraucht wird, statt das gesamte Gebäude dauerhaft zu beheizen. Optional ergänzt eine Photovoltaikanlage das System durch Eigenstromnutzung und senkt die laufenden Kosten weiter.

Gerade bei Sanierungen lohnt sich dabei der Blick von außen. Ein qualifizierter Energieberater hilft, Maßnahmen sinnvoll zu priorisieren und Fördermöglichkeiten richtig einzuordnen.  

Welche Kosten für welche Leistungen realistisch sind und was Energieberatung tatsächlich kosten darf, erklären wir hier:
👉 Was darf Energieberatung kosten? Wir klären auf!

So entsteht ein nachhaltiges und wirtschaftliches Energiekonzept, das technisch sinnvoll ist und langfristig überzeugt.

Rolle der Energieberatung & iSFP – Die Deutsche Sanierungsberatung

Wo fängt man an, um ein ganzheitliches Energiekonzept für die eigene Immobilie zu entwickeln? Am besten mit einem Experten, nämlich einem Energieberater. Genau hier setzt die Deutsche Sanierungsberatung an und begleitet Hausbesitzer strukturiert von der ersten Idee bis zur konkreten Sanierungsentscheidung.

Energieberater hält einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) mit Energieeffizienzklassen und Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung.
Energieberatung mit iSFP für mehr Energieeffizienz

So läuft die Energieberatung bei der Deutschen Sanierungsberatung ab:

  • Unverbindliches Erstgespräch
    Nach einer einfachen Registrierung melden wir uns zeitnah bei Ihnen. In diesem Gespräch klären wir Ihre Ziele, Wünsche und die Ausgangssituation Ihrer Immobilie. Transparent, direkt und ohne Verpflichtungen.
  • Vor-Ort-Termin mit zertifiziertem Energieberater
    Ein erfahrener Energieberater kommt zu Ihnen nach Hause und nimmt Ihre Immobilie vollständig auf. Dabei werden Gebäudehülle, Technik und Nutzung betrachtet und mögliche Maßnahmen bereits mitgedacht, auch unterschiedliche Heizsysteme wie eine Infrarotheizung.
  • Erstellung des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP)
    Auf Basis der aufgenommenen Daten wird ein digitaler Zwilling Ihrer Immobilie erstellt. Verschiedene Sanierungsmaßnahmen werden virtuell simuliert und miteinander verglichen, um die technisch und wirtschaftlich sinnvollsten Schritte zu identifizieren. Das Ergebnis ist ein klar strukturierter iSFP als verlässliche Entscheidungsgrundlage.
  • Persönliches Abschlussgespräch
    In einem etwa 60-minütigen Gespräch stellt ein zertifizierter Energieberater Ihren iSFP verständlich vor. Maßnahmen, Prioritäten, Fördermöglichkeiten und mögliche Heizlösungen werden eingeordnet, mit ausreichend Raum für Ihre Fragen. Objektiv, herstellerneutral und praxisnah.
  • Optional: Unterstützung bei der Umsetzung
    Auf Wunsch erhalten Sie nach der Beratung unverbindlich Angebote von drei geprüften Handwerksbetrieben aus Ihrer Region für empfohlene Maßnahmen wie Dämmung, Fenster oder Dach. Kostenlos, zeitsparend und technisch vorgeprüft.

So entsteht nicht nur ein Gutachten, sondern ein klarer Fahrplan für ein energieeffizientes Zuhause, der Planungssicherheit schafft und Sanierung Schritt für Schritt ermöglicht.

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Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Sanierung planen und von den besten Fördermöglichkeiten profitieren. Vereinbaren Sie noch heute ein kostenloses Erstgespräch mit unseren Experten.

Häufige Fragen & Antworten

Lassen sich die Betriebskosten mit Photovoltaik senken?

Eine PV-Anlage kann die Stromkosten abfedern, allerdings passt die Erzeugung oft nicht zum Heizbedarf. Mit Batteriespeicher, dynamischem Stromtarif und Energiemanagement lassen sich die Nachteile reduzieren.

Welche Rolle spielt die Dämmung beim Betrieb?

Eine gute Dämmung ist entscheidend, da Räume mit schlechter Gebäudehülle schnell wieder auskühlen. Ohne Dämmung steigen die Betriebskosten erheblich, da mehr Strom für konstante Wärme nötig ist.

Wann lohnt sich eine Energieberatung?

Eine Energieberatung lohnt sich immer vor der Investition. Der Energieberater erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan, prüft Gebäudehülle, mögliche Heizsysteme und PV-Anlagen und schützt so vor Fehlinvestitionen.

Wo ist der Einsatz einer Infrarotheizung sinnvoll?

Optimal ist sie in Räumen mit kurzfristigem Wärmebedarf, wie Badezimmer, Gästezimmer oder Hobbyräume. Für den dauerhaften Einsatz im ganzen Haus ist sie wegen der hohen Stromkosten weniger geeignet.

Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Eine Infrarotheizung erwärmt nicht die Luft, sondern die Oberflächen und Gegenstände im Raum. Diese speichern die Wärme und geben sie wieder ab, was schnell für ein angenehmes Wärmegefühl sorgt.

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