Solardachziegel: Kosten, Vorteile & Vergleich mit PV

aktualisiert
June 17, 2026
Dachdämmung
Photovoltaik
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Das wichtigste in Kürze

  • Solardachziegel ersetzen klassische Dachziegel und erzeugen gleichzeitig Solarstrom. Ihr größter Vorteil ist die dezente Optik im Vergleich zu klassischen Aufdach-PV-Modulen.
  • Die Kosten liegen grob bei 350 bis 600 Euro pro Quadratmeter solaraktiver Fläche. Damit sind Solardachziegel teurer als herkömmliche PV-Anlagen. Für beispielsweise 50 Quadratmeter können schnell 17.500 bis 30.000 Euro inklusive Installation entstehen – je nach Dach und System auch mehr.
  • Klassische PV-Anlagen sind häufig wirtschaftlicher, vor allem bei intakten Bestandsdächern. Die dsb hat über 1.200 echte PV-Angebote ausgewertet; je nach Größe und Ausstattung lagen klassische Anlagen grob zwischen 12.000 und 26.000 Euro.
  • Solardachziegel lohnen sich vor allem bei Neubau, Dachsanierung oder hohem Designanspruch. Bei reinem Fokus auf günstigen Solarstrom ist klassische Photovoltaik meist die naheliegendere Lösung.
  • Entscheidend ist das gesamte Energiesystem: Eigenverbrauch, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox und Zählerschrank sollten gemeinsam betrachtet werden.

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Solardachziegel: Kosten, Vorteile und Vergleich mit klassischer Photovoltaik

Solardachziegel klingen nach der perfekten Lösung für alle, die Solarstrom erzeugen möchten, ohne sich klassische Solarmodule aufs Dach zu setzen. Statt sichtbarer PV-Module übernehmen die Dachziegel selbst die Stromerzeugung. Das Dach bleibt optisch ruhiger, die Solartechnik ist deutlich unauffälliger integriert und gerade bei Neubauten oder Dachsanierungen wirkt die Idee auf den ersten Blick sehr attraktiv.

Ganz so einfach ist die Entscheidung aber nicht. Solardachziegel sind technisch eine Form der Photovoltaik, unterscheiden sich aber deutlich von klassischen Aufdach-Anlagen. Sie sind meist teurer, aufwendiger zu montieren und schwieriger zu erweitern. Dafür können sie dann interessant werden, wenn das Dach ohnehin neu geplant oder saniert wird – oder wenn die Optik eine besonders große Rolle spielt.

Für Eigentümerinnen und Eigentümer stellt sich deshalb nicht nur die Frage: Sind Solardachziegel gut oder schlecht? Entscheidend ist vielmehr: Passen sie zu meinem Dach, meinem Stromverbrauch, meinem Budget und meinen langfristigen Sanierungsplänen?

Genau hier lohnt sich der Vergleich mit klassischen PV-Anlagen. Die Deutsche Sanierungsberatung hat echte Angebotsdaten herkömmlicher Photovoltaikanlagen ausgewertet. Diese Daten helfen dabei, Solardachziegel realistisch einzuordnen: nicht als schönes Einzelprodukt, sondern als Teil eines größeren Energiesystems aus Dach, Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox und Fördermöglichkeiten. Hier zeigen wir, wie Solardachziegel funktionieren, welche Vorteile und Nachteile sie haben, was sie kosten und wann sie im Vergleich zu einer klassischen Photovoltaikanlage sinnvoll sein können.

Was sind Solardachziegel?

Solardachziegel sind Dachziegel mit integrierten Solarzellen. Sie übernehmen also zwei Aufgaben gleichzeitig: Sie decken das Dach ein und erzeugen Strom aus Sonnenlicht. Optisch sehen sie je nach Hersteller deutlich dezenter aus als klassische Solarmodule, weil sie sich stärker in die Dachfläche einfügen.

Technisch funktionieren Solardachziegel ähnlich wie andere Photovoltaikanlagen. Die Solarzellen in den einzelnen Ziegeln wandeln Sonnenlicht in elektrischen Gleichstrom um. Dieser Strom wird anschließend gesammelt und über einen Wechselrichter in nutzbaren Haushaltsstrom umgewandelt. Der Strom kann dann direkt im Haus verbraucht, in einem Batteriespeicher zwischengespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist werden.

Funktionsweise Solardachziegel

Der größte Unterschied zur klassischen Photovoltaikanlage liegt also nicht im Grundprinzip, sondern in der Bauweise. Bei einer Aufdach-PV-Anlage werden Solarmodule auf eine bestehende Dacheindeckung montiert. Das Dach bleibt darunter erhalten. Bei Solardachziegeln wird dagegen ein Teil der Dacheindeckung selbst zur Solaranlage.

Dadurch eignen sich Solardachziegel vor allem für Situationen, in denen das Dach ohnehin neu gedacht wird. Das kann bei einem Neubau der Fall sein, bei einer größeren Dachsanierung oder bei Gebäuden, bei denen eine klassische Aufdach-Anlage optisch nicht gewünscht ist. Wer dagegen ein intaktes Dach hat und vor allem möglichst wirtschaftlich Solarstrom erzeugen möchte, sollte Solardachziegel immer mit einer klassischen PV-Anlage vergleichen.

Zwischen Solardachziegeln, Indach-Photovoltaik und Aufdach-Photovoltaik gibt es außerdem wichtige Unterschiede. Aufdach-PV ist die bekannteste Variante: Die Module liegen sichtbar über den Dachziegeln. Indach-PV ersetzt größere Teile der Dachhaut durch Solarmodule. Solardachziegel gehen noch einen Schritt weiter, weil viele einzelne Ziegel selbst Strom erzeugen und gleichzeitig als Dacheindeckung dienen.

Das macht sie architektonisch spannend, aber technisch und wirtschaftlich anspruchsvoller. Denn je mehr einzelne Elemente verbaut und elektrisch miteinander verbunden werden müssen, desto wichtiger werden eine saubere Planung, fachgerechte Montage und die Frage, ob der zusätzliche Aufwand zum Gebäude passt.

Für private Eigentümerinnen und Eigentümer bedeutet das: Solardachziegel sind keine pauschal bessere oder schlechtere Lösung als klassische Photovoltaik. Sie sind eine spezielle Lösung für bestimmte Ausgangssituationen. Ob sie sinnvoll sind, hängt stark vom Dachzustand, vom gewünschten Erscheinungsbild und vom geplanten Energiesystem im Haus ab.

Vorteile und Nachteile von Solardachziegeln

Der größte Vorteil von Solardachziegeln ist offensichtlich: Sie fallen deutlich weniger auf als klassische Solarmodule. Statt großer PV-Module, die auf das bestehende Dach gesetzt werden, entsteht eine einheitlichere Dachfläche. Gerade bei modernen Neubauten, hochwertigen Sanierungen oder sehr sichtbaren Dachflächen kann das ein starkes Argument sein.

Solardachziegel sind deshalb vor allem für Eigentümer interessant, die Solarstrom nutzen möchten, aber keine klassische PV-Optik auf dem Dach wünschen. Sie verbinden Architektur und Energieerzeugung stärker miteinander als herkömmliche Aufdach-Anlagen.

Die wichtigsten Vorteile sind:

  • Unauffällige Optik: Die Solartechnik fügt sich stärker in die Dachfläche ein.
  • Doppelte Funktion: Die Ziegel dienen als Dacheindeckung und Stromerzeuger.
  • Interessant bei Neubau: Dach und Solartechnik können von Anfang an gemeinsam geplant werden.
  • Sinnvoll bei Dachsanierung: Wenn das Dach ohnehin neu gedeckt wird, kann eine integrierte Lösung geprüft werden.
  • Gute Lösung bei Designanspruch: Besonders dort, wo klassische Module optisch stören würden.

Trotzdem sind Solardachziegel nicht automatisch die bessere Photovoltaiklösung. Der optische Vorteil wird in vielen Fällen mit höheren Kosten und mehr Planungsaufwand erkauft. Während klassische PV-Module auf eine bestehende Dachfläche montiert werden, müssen Solardachziegel als Teil der Dachhaut geplant, verlegt und elektrisch verbunden werden.

Das macht die Montage komplexer. Statt weniger großer Module werden viele einzelne Elemente installiert. Je nach System kann das mehr Arbeitszeit, mehr Verbindungsstellen und eine aufwendigere Fehlersuche bedeuten. Auch spätere Reparaturen oder Erweiterungen können schwieriger sein als bei einer klassischen Photovoltaikanlage.

Die wichtigsten Nachteile sind:

  • Höhere Anschaffungskosten: Solardachziegel sind in der Regel teurer als klassische Aufdach-PV.
  • Aufwendigere Montage: Viele einzelne Ziegel müssen sauber verlegt und verbunden werden.
  • Komplexere Wartung: Fehler können schwieriger zu lokalisieren sein.
  • Weniger Flexibilität: Eine spätere Erweiterung ist oft nicht so einfach wie bei modularen PV-Anlagen.
  • Stärkere Abhängigkeit vom Anbieter: Ersatzteile, Systemkompatibilität und Garantien sollten genau geprüft werden.
  • Nicht immer optimaler Ertrag: Klassische PV-Module lassen sich häufig einfacher auf maximale Leistung und Ausrichtung planen.

Für viele Eigentümer läuft die Entscheidung deshalb auf eine Abwägung hinaus: Ist mir die unauffällige Optik so wichtig, dass ich höhere Kosten und mehr Komplexität akzeptiere? Oder steht für mich vor allem im Vordergrund, möglichst wirtschaftlich eigenen Solarstrom zu erzeugen?

Wenn das Dach intakt ist und die Optik keine zentrale Rolle spielt, ist eine klassische Photovoltaikanlage häufig die naheliegendere Lösung. Sie ist bewährt, gut vergleichbar und lässt sich meist effizient auf dem bestehenden Dach installieren. Wer dagegen neu baut, das Dach ohnehin sanieren lässt oder eine besonders dezente Lösung sucht, sollte Solardachziegel zumindest prüfen. Wen eine Solaranlage auf dem Dach optisch stört, kann auch über eine Freifläche als Standort nachdenken.

Was kosten Solardachziegel?

Solardachziegel sind in der Regel teurer als klassische Photovoltaikmodule. Das liegt nicht nur an der Solartechnik selbst, sondern auch daran, dass sie Teil der Dacheindeckung sind. Sie müssen also Strom erzeugen, zur Dachoptik passen und das Gebäude vor Wind und Wetter schützen.

Ein einfacher Preisvergleich ist deshalb schwierig. Klassische PV-Module werden meist auf ein bestehendes Dach montiert. Solardachziegel ersetzen dagegen einen Teil der Dachhaut und werden besonders dann interessant, wenn das Dach ohnehin neu geplant oder saniert wird.

Für eine faire Einordnung sollte man deshalb nicht nur allgemeine Preisspannen vergleichen, sondern eine konkrete Dachfläche betrachten. Die folgende Grafik zeigt ein Beispiel für 50 m² nutzbare Dachfläche und stellt klassische PV auf Basis echter dsb-Angebotsdaten einer transparenten Annahme für Solardachziegel gegenüber.

Kostenvergleich

50 m² Dachfläche: Solardachziegel vs. klassische PV

50 m² gut nutzbare Dachfläche entsprechen grob 20–25 klassischen PV-Modulen. Die PV-Werte basieren auf dsb-Angebotsdaten, die Solardachziegel-Werte auf einer transparenten Annahme.

Vergleichsbasis: 50 m² solaraktive Dachfläche Für klassische Photovoltaik entspricht das grob 20–25 Modulen. Für Solardachziegel setzen wir eine vorsichtige Annahme von ab ca. 25.000 €+ an. Das entspricht ab ca. 500 €/m².
dsb-Angebotsdaten

Klassische PV-Anlage

21.234–24.667 €

Entspricht laut dsb-Auswertung grob dem Bereich von 18–25 Modulen und ist damit die passendere Vergleichsbasis für 50 m² Dachfläche.

Annahme für 50 m²

Solardachziegel

ab ca. 25.000 €+

Transparente Annahme für 50 m² solaraktive Dachfläche. Das entspricht ab ca. 500 €/m². Bei komplexem Dach, Sanierungsarbeiten oder zusätzlicher Technik kann es darüber liegen.

Datenbasis klassische PV

Die Werte für klassische PV basieren auf eurer Angebotsauswertung: 18–21 Module kosten im Schnitt 21.234 €, 22–25 Module 24.667 €.

Annahme Solardachziegel

Für Solardachziegel liegen keine dsb-Angebotsdaten vor. Deshalb arbeiten wir mit einer transparenten Beispielannahme von ab 25.000 € für 50 m² – also ab etwa 500 €/m².

Einordnung: Auf vergleichbarer Fläche liegt klassische PV laut dsb-Daten bei rund 21.000–25.000 €. Solardachziegel starten als integrierte Dachlösung eher oberhalb dieses Bereichs.

Datenvergleich: Solardachziegel vs. klassische PV-Anlage

Der reine Preisvergleich zwischen Solardachziegeln und klassischen PV-Anlagen ist auf den ersten Blick verlockend, aber nicht ganz einfach. Denn beide Systeme werden unterschiedlich geplant und kalkuliert. Eine klassische Photovoltaikanlage wird in der Regel auf ein bestehendes Dach montiert. Solardachziegel ersetzen dagegen Teile der Dacheindeckung und sind damit gleichzeitig Dachbauteil und Stromerzeuger.

Genau deshalb lohnt sich der Blick auf echte Angebotsdaten. Die Deutsche Sanierungsberatung hat über 1.200 Angebote für klassische Photovoltaikanlagen ausgewertet. Je nach Größe, Ausstattung und Speicher bewegen sich klassische PV-Anlagen dabei grob zwischen 8.000 und 26.000 Euro. Bei größeren Anlagen zeigt sich außerdem: Ab einer bestimmten Modulanzahl steigen die Kosten nicht mehr linear weiter, weil sich Fixkosten verteilen und Skaleneffekte entstehen.

Für Eigentümer ist das ein wichtiger Punkt. Eine größere klassische PV-Anlage kann pro zusätzlichem Modul verhältnismäßig günstiger werden. Bei Solardachziegeln ist die Rechnung oft komplexer, weil nicht nur Solartechnik, sondern auch Dacharbeiten, Verlegung, elektrische Verschaltung und mögliche Sonderlösungen einfließen.

Der Vergleich sollte deshalb nicht lauten: „Was ist auf dem Papier günstiger?“
Sondern: „Welche Lösung passt wirtschaftlich und baulich besser zu meinem Haus?“

Bei einem intakten Dach spricht häufig viel für eine klassische Aufdach-PV. Sie nutzt die vorhandene Dachfläche, ist technisch bewährt und lässt sich meist gut auf Ertrag und Eigenverbrauch optimieren. Der größte Vorteil liegt darin, dass die bestehende Dacheindeckung nicht ersetzt werden muss. Die Solaranlage kommt zusätzlich auf das Dach.

Bei einer geplanten Dachsanierung sieht die Rechnung anders aus. Dann entstehen ohnehin Kosten für Gerüst, Dacharbeiten und neue Eindeckung. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, Solardachziegel als integrierte Lösung zu prüfen. Entscheidend ist aber, ob der optische und bauliche Vorteil den möglichen Mehrpreis gegenüber einer Kombination aus neuem Dach und klassischer PV rechtfertigt.

Praktisch lassen sich drei Szenarien unterscheiden:

  • Intaktes Bestandsdach: Klassische PV ist häufig die wirtschaftlichere und einfachere Lösung.
  • Geplante Dachsanierung: Solardachziegel können interessant werden, müssen aber gegen neues Dach plus PV gerechnet werden.
  • Neubau oder hoher Designanspruch: Die integrierte Optik kann ein starkes Argument sein, wenn Budget und Ertrag passen.

Die dsb-Daten zeigen vor allem, dass klassische PV-Anlagen einen gut kalkulierbaren Vergleichsanker bieten. Für Solardachziegel gibt es dagegen stärkere Abweichungen je nach Dach, Hersteller und baulicher Ausgangslage. Deshalb ist Transparenz besonders wichtig: Wer Solardachziegel prüft, sollte nicht nur den Preis pro Quadratmeter betrachten, sondern immer auch Kosten pro Leistung, erwarteten Jahresertrag, Eigenverbrauch und mögliche Zusatzkosten vergleichen.

Am Ende entscheidet nicht die schönste Dachlösung allein. Entscheidend ist, welche Variante über 20 bis 30 Jahre den sinnvolleren Beitrag zur Energieversorgung des Hauses leistet. Genau hier hilft eine unabhängige Einordnung: Solardachziegel können eine gute Lösung sein – aber nur, wenn sie nicht nur optisch, sondern auch wirtschaftlich und technisch zum Gebäude passen.

Wann lohnen sich Solardachziegel wirklich?

Solardachziegel lohnen sich vor allem dann, wenn sie nicht nur als Photovoltaikanlage betrachtet werden, sondern als Teil eines größeren Bau- oder Sanierungsvorhabens. Ihr stärkstes Argument ist meist nicht der günstigste Solarstrom, sondern die Verbindung aus Stromerzeugung, Dacheindeckung und unauffälliger Optik.

Besonders interessant sind sie bei Neubauten, geplanten Dachsanierungen oder hohen gestalterischen Anforderungen. Bei intakten Bestandsdächern und klarem Fokus auf Wirtschaftlichkeit ist eine klassische Aufdach-PV dagegen häufig die naheliegendere Lösung.

Die folgende Übersicht zeigt, welche Argumente eher für Solardachziegel sprechen – und wann klassische Photovoltaik meist die bessere Wahl ist.

Entscheidungshilfe

Solardachziegel oder klassische PV: Was spricht wofür?

Kriterium Solardachziegel Klassische PV
Dachzustand Eher sinnvoll
Wenn das Dach ohnehin saniert, neu gedeckt oder im Neubau geplant wird.
Eher sinnvoll
Wenn das bestehende Dach intakt ist und weiter genutzt werden kann.
Optik Dezente, integrierte Dachfläche ohne klassische Aufdach-Optik. Sichtbare Module sind akzeptabel oder optisch zweitrangig.
Kosten Häufig teurer, dafür Kombination aus Dacheindeckung und Solarstrom. Meist günstiger und wirtschaftlich leichter vergleichbar.
Planungsaufwand Höherer Planungs- und Montageaufwand, dafür stärkere Integration ins Gebäude. Einfachere Umsetzung auf bestehender Dachfläche.
Flexibilität Fokus auf integrierte Gesamtlösung, spätere Erweiterung oft weniger flexibel. Erweiterung, Wartung und Austausch meist unkomplizierter.
Gesamtsystem Besonders interessant, wenn Dachsanierung, Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox zusammen gedacht werden. Besonders sinnvoll, wenn vorhandene Dachfläche effizient für Solarstrom genutzt werden soll.

Als Faustregel gilt: Je stärker das Dach ohnehin Teil eines größeren Projekts ist, desto eher lohnt sich die Prüfung von Solardachziegeln. Je wichtiger Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und einfache Umsetzung sind, desto häufiger spricht die Ausgangslage für klassische Photovoltaik.

Quick-Check: Lohnen sich Solardachziegel für mein Haus?

Solardachziegel können optisch attraktiv sein – wirtschaftlich sinnvoll sind sie aber nicht in jeder Situation. Mit diesem kurzen Check finden Sie heraus, ob Solardachziegel für Ihr Haus grundsätzlich infrage kommen könnten.

Quick-Check

Passen Solardachziegel zu meinem Haus?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen und erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob Solardachziegel für Ihr Haus grundsätzlich infrage kommen könnten.

Frage 1 von 5 20 %

Wie ist der Zustand Ihres Daches?

Solardachziegel sind vor allem interessant, wenn das Dach ohnehin neu geplant oder saniert wird.

Wie wichtig ist Ihnen die Optik des Daches?

Der größte Vorteil von Solardachziegeln ist die dezente Integration in die Dachfläche.

Was ist Ihr wichtigstes Ziel?

Solardachziegel sind nicht immer die wirtschaftlichste Lösung. Der Fokus macht daher einen großen Unterschied.

Wie gut eignet sich Ihre Dachfläche für Solarstrom?

Ausrichtung, Verschattung und nutzbare Fläche entscheiden stark über den späteren Ertrag.

Planen Sie zusätzliche Stromverbraucher?

Wärmepumpe, Wallbox oder Speicher können beeinflussen, wie sinnvoll eine Solarlösung langfristig ist.

Ihre Ersteinschätzung

    Unser Tipp: Solardachziegel sollten immer mit klassischer Photovoltaik verglichen werden. In einer Energieberatung kann geprüft werden, welche Lösung zu Dachzustand, Strombedarf, Budget, Speicher, Wärmepumpe und Fördermöglichkeiten passt.
    Hinweis: Dieser Quick-Check ersetzt keine individuelle Planung. Für eine belastbare Empfehlung sollten Dachzustand, Ertrag, Elektroinstallation, Förderfähigkeit und Sanierungspläne gemeinsam geprüft werden.

    Warum Speicher, Wärmepumpe und Zählerschrank mitentscheiden

    Ob Solardachziegel sinnvoll sind, hängt nicht nur vom Dach ab. Entscheidend ist auch, wie der erzeugte Strom im Haus genutzt wird. Denn eine Solaranlage ist wirtschaftlich vor allem dann interessant, wenn möglichst viel Solarstrom direkt selbst verbraucht wird. Das gilt für klassische PV-Anlagen genauso wie für Solardachziegel.

    Deshalb sollte die Planung nicht bei der Dachfläche aufhören. Wer heute über Solardachziegel nachdenkt, sollte auch prüfen, welche zusätzlichen Verbraucher, technischen Voraussetzungen und Sanierungspläne eine Rolle spielen.

    Wichtige Faktoren sind:

    • Stromverbrauch im Haushalt: Je höher der Strombedarf, desto wichtiger wird die Frage, wie viel Solarstrom direkt selbst genutzt werden kann.
    • Stromspeicher: Ein Batteriespeicher kann helfen, tagsüber erzeugten Solarstrom später am Abend oder in der Nacht zu nutzen. Ob sich das lohnt, hängt vom Verbrauchsprofil, der Anlagengröße und den Speicherkosten ab.
    • Wärmepumpe: Eine Wärmepumpe erhöht den Strombedarf im Haus deutlich. Das kann die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage verbessern, weil mehr selbst erzeugter Strom direkt verbraucht werden kann.
    • Wallbox und Elektroauto: Wer ein E-Auto lädt, kann zusätzlichen Solarstrom sinnvoll nutzen. Dafür müssen aber Ladeverhalten, Anlagengröße, Netzanschluss und Steuerung zusammenpassen.
    • Zählerschrank und Elektroinstallation: Gerade bei älteren Häusern sollte früh geprüft werden, ob der vorhandene Zählerschrank und die Elektroinstallation für PV, Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox geeignet sind.
    • Wechselrichter und Netzanschluss: Wechselrichter, Verkabelung und Netzanschluss müssen zur geplanten Anlage passen. Werden diese Punkte zu spät berücksichtigt, können zusätzliche Kosten entstehen.
    • Home Energy Management System: Ein HEMS kann helfen, PV-Anlage, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox intelligenter zu steuern und den Eigenverbrauch zu erhöhen.

    Für Eigentümer bedeutet das: Die beste Lösung ist nicht automatisch die Anlage mit der schönsten Optik oder dem niedrigsten Anschaffungspreis. Entscheidend ist, wie gut das gesamte Energiesystem zusammenspielt.

    Solardachziegel können in dieses System passen, vor allem bei Neubau oder Dachsanierung. Sie sollten aber immer gemeinsam mit klassischer Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox und Elektroinstallation betrachtet werden. Nur so lässt sich bewerten, welche Lösung langfristig wirklich sinnvoll ist.

    Fazit: Erst Dach prüfen, dann Solarsystem wählen

    Solardachziegel können sinnvoll sein, wenn ein Neubau geplant ist, das Dach ohnehin saniert wird oder die Optik eine besonders große Rolle spielt. Ihr Vorteil liegt vor allem darin, dass sie Stromerzeugung und Dacheindeckung elegant miteinander verbinden.

    Wer vor allem möglichst wirtschaftlich Solarstrom erzeugen möchte, ist mit klassischer Aufdach-PV häufig besser beraten. Sie ist meist günstiger, einfacher zu planen, besser vergleichbar und flexibler bei Wartung, Erweiterung oder Kombination mit Speicher, Wärmepumpe und Wallbox.

    Ob Solardachziegel oder klassische PV besser passen, hängt vom gesamten Gebäude ab: Dachzustand, Stromverbrauch, Eigenverbrauch, Elektroinstallation, Fördermöglichkeiten und Sanierungspläne müssen zusammen betrachtet werden. Eine unabhängige Energieberatung hilft, diese Faktoren sauber zu bewerten und eine Lösung zu finden, die langfristig zum Haus passt.

    Solardachziegel oder klassische PV?

    Welche Lösung besser passt, hängt von Dachzustand, Stromverbrauch, Sanierungsplänen und Fördermöglichkeiten ab. Eine unabhängige Energieberatung hilft, die Optionen sauber zu vergleichen.

    Hier Energieberatung anfragen

    Häufige Fragen & Antworten

    Wann lohnen sich Solardachziegel besonders?

    Solardachziegel sind besonders interessant bei Neubauten, geplanten Dachsanierungen oder Gebäuden mit hohen gestalterischen Anforderungen. Weniger sinnvoll sind sie häufig bei intakten Bestandsdächern, wenn vor allem möglichst günstiger Solarstrom erzeugt werden soll.

    Was kosten Solardachziegel?

    Die Kosten hängen stark von Dachfläche, Hersteller, Dachform, Montageaufwand und Elektroinstallation ab. Für ein Beispiel mit 50 m² solaraktiver Dachfläche setzen wir eine transparente Annahme von ab ca. 25.000 Euro an. Das entspricht ab ca. 500 Euro pro m². Je nach Dach und zusätzlicher Technik können die Kosten höher ausfallen.

    Sind Solardachziegel günstiger als klassische Photovoltaik?

    In der Regel nicht. Klassische PV-Anlagen sind meist günstiger, einfacher zu planen und wirtschaftlich besser vergleichbar. Solardachziegel können sich vor allem dann lohnen, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt wird, ein Neubau geplant ist oder die Optik eine besonders große Rolle spielt.

    Sollte man Solardachziegel mit Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox kombinieren?

    Das kann sinnvoll sein, muss aber individuell geprüft werden. Speicher, Wärmepumpe und Wallbox erhöhen den Eigenverbrauch von Solarstrom, stellen aber auch Anforderungen an Anlagengröße, Wechselrichter, Zählerschrank und Energiemanagement. Deshalb sollten Solardachziegel immer im gesamten Energiesystem des Hauses betrachtet werden.

    Was sind Solardachziegel?

    Solardachziegel sind Dachziegel mit integrierten Solarzellen. Sie ersetzen klassische Dachziegel teilweise oder vollständig und erzeugen gleichzeitig Solarstrom. Dadurch wirken sie dezenter als klassische Photovoltaikmodule, die sichtbar auf das Dach montiert werden.

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